Mit Innovation auf Nummer Sicher.
Rohrblasen ordnungsgemäß nach den Vorgaben von BGI 802 im Kanal zu verbauen, war in der Vergangenheit meist sehr schwierig. Nun stellt städtler+beck, Prüf- und Absperrtechnik, Speyer, die neue Absperrkissen-Baureihe„JUMBO light“ vor. Das System liefert eine einfach zu handhabende Verbau-Hilfskonstruktion mit, und setzt dadurch neue Maßstäbe in puncto Baustellensicherheit im Abwasserkanal.
Sicherheit beim Absperren von Abwasserkanälen und -bauwerken hat zwei Dimensionen: Einerseits die zuverlässige Unterbrechung des Abwasserflusses bei allen denkbaren Lastfällen; zum anderen -und vor allem- aber die Arbeitssicherheit bei Einbau und Betrieb der Absperrgeräte. So ist durch die einschlägige berufsgenossenschaftliche Richtlinie (BGI 802: Sicherheitshinweise für die Arbeit mit provisorischen Rohrabsperrgeräten) ein zusätzlicher Verbau für den Fall eines Systemversagens des Absperrkörpers gefordert. Ein weit verbreitetes System reklamiert angesichts der praktischen Probleme bei der Herstellung eines Verbaus für sich, dass ein Verbau technisch gar nicht notwendig sei: Eine Aussage, die von den Berufsgenossenschaften bislang stets mit Unverständnis quittiert wird.
städtler+beck in Speyer stellt seit Mai 2008 mit ihrer neuen Produktserie JUMBO light ein System für das Absperren von Nennweiten unterschiedlichster Rohr- und Kanal-Profile von DN 90 bis DN 2800 vor, das dabei sicherheitstechnisch über jeden behördlichen Zweifel erhaben ist: Zur JUMBO light-System gehört eine einfach strukturierte und leicht handhabbare Verbau-Hilfskonstruktion, mit dem die neue Absperrkissen-Reihe es problemlos ermöglicht, die Anforderungen von BGI 802 in vollem Umfang zu erfüllen.
JUMBO light eignet sich grundsätzlich zum Absperren aller Standard- und Sonderprofile; jedes der aus einem hoch-reißfesten Spezialgewebe bestehenden KIssen ist dabei als Mehrbereichs-Gerät ausgelegt, beginnend bei DN 90/DN 150, bis hin zur größten Version DN 1500/DN2800. Alle Dichtkissen der Serie gibt es sowohl als reines Absperr- wie auch als Bypass-System, in beiden Fällen bis 1,0 bar Druck. Für den ganz großen Nennweiten-Bereich ist eine JUMBO light-Absperrkissen DN 1500/2600 mit integriertem Rohr-Bypass DN 600 verfügbar.
Ein echtes technologisches Alleinstellungsmerkmal des neuen Systems ist die zugehörige Verbauhilfe. Die konische Spitze der Blase liegt in einem stählernen Auffangkorb von der Gestalt eines überdimensionalen Eierbechers. Diese Verbau-Hilfskonstruktion liegt hinter der Blase horizontal im Bauwerk und lässt sich mit wenigen Handgriffen mittels dreier radialer Schraubstempel im Kanal zentrieren. Der Fuß der Konstruktion dient dann als Widerlager für die jeweils vom Bauunternehmen gewählte Verbau-Konstruktion.
Zwar bietet auch das Absperrkissen selbst mit sein er Oberfläche einen erheblichen Kraftschluss: So hält eine JUMBO light-System DN 1400 bei 220 mbar anstehendem Wasserdruck einer Schubkraft von 3 Tonnen stand. Doch mit der neuartigen, Gebrauchsmuster-geschützten Verbauhilfe wird JUMBO light auch nach den strengen Maßstäben der Berufsgenossenschaften zum absolut betriebssicheren Absperr-System.
Ein weiteres innovatives Plus, mit dem das neue Produkt aufwartet, ist eine spezifische Materialstruktur des reißfesten und hoch belastbaren KIssengewebes, die den Überzug eines Paraschutzgummis technisch überflüssig macht. Wenn auch nicht mehr erforderlich, bleibt der Einsatz solcher Systeme nach wie vor möglich. Das Prinzip einer „Kundenbindung per Verschleißteil“, das mit gewissen anderen Systemen im Markt seit Jahren gepflegt wird, hat mit der neuen Produktreihe von städtler+beck jedenfalls ein Ende.
Dort ist man zuversichtlich, dass JUMBO light mit seinem Erscheinen auf dem Markt neue Standards definiert und Behörden wie Auftraggeber darin bestärkt, ab sofort keine Kompromisse in Sachen Arbeitssicherheit mehr zu akzeptieren. städtler+beck-Geschäftsführer Thomas Stevens: „Da es in der Praxis mit der herkömmlichen Blasentechnologie oft sehr schwer war, Blasen überhaupt zu verbauen, agierte man am Bau oft nach dem selbstgestrickten „Rechtsgrundsatz“, dass Vorgaben, die nur schwer zu erfüllen sind, gar nicht erfüllt werden müssen. Nun sind die Karten neu gemischt. Mit unserem neuen, extrem einfachen System ist es künftig nicht mehr nachzuvollziehen, dass auf einer Baustelle Rohrblasen entgegen glasklarer Vorschriftenlage ohne Verbau installiert werden.“
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